PV-Modul 1960 × 992 mm: Die solide 72-Zellen-Klasse für saubere Leistung auf Dach und Freifläche
PV-Modul 1960 × 992 mm: Die solide 72-Zellen-Klasse für saubere Leistung auf Dach und Freifläche
Wenn du eine robuste, kosteneffiziente und langjährig bewährte Modulgröße suchst, ist ein PV-Modul mit 1960 × 992 mm ein zuverlässiger Anker. Dahinter steckt in der Regel die klassische 72-Zellen-Bauform (6 × 12), die sich in Gewerbe, Industrie und bei mittelgroßen Privatdächern gleichermaßen bewährt hat. Die Kombination aus ordentlicher Leistung pro Modul, stabiler Mechanik und guter Kompatibilität mit Montagesystemen macht diese Größe zu einem Favoriten für Solaranlagen, die funktionieren sollen – ohne Überraschungen.
Merke: 1960 × 992 mm steht typischerweise für 72 Vollzellen (6 Spalten × 12 Reihen), Breite wie bei 60-Zellern, jedoch verlängert. Das sorgt für mehr Leistung pro Modul bei nur wenig zusätzlichen Montageressourcen.

Was genau steckt hinter dem Format 1960 × 992 mm?

Die Breite von rund 992 mm geht historisch auf die Standardisierung der 156 mm (bzw. 156,75 mm) Siliziumzellen zurück, wie sie seit Jahren in großen Stückzahlen gefertigt werden. Während 60-Zellen-Module typischerweise bei ca. 1650 × 992 mm landen, entsteht die längere 1960-mm-Bauform durch das Hinzufügen zweier Zellreihen auf insgesamt 12 Reihen. Das Ergebnis: etwa 20 Prozent mehr Leistung pro Modul bei identischer Breite, was die Integration auf vielen Gestell- und Schienensystemen erleichtert. Die Geometrie spielt auch elektrisch in die Karten: Längere Module reduzieren die Anzahl an Modulen pro Strang, was die Verstringung übersichtlicher macht und Anschlussarbeiten minimiert. Mechanisch profitiert die Größe von einem etablierten Rahmen- und Glasaufbau, der in der Praxis schon millionenfach im Einsatz ist – ob auf dem Flachdach eines Logistikzentrums, dem geneigten Gewerbedach oder im Freifeld.

Technische Eckdaten auf einen Blick

Die wichtigsten Kenngrößen dieser Modulgröße lassen sich sauber strukturieren. Hier die typischen Spezifikationen, die du in den Datenblättern seriöser Hersteller wiederfindest:
Kategorie Typische Werte/Optionen Hinweise aus der Praxis
Abmessungen 1960 × 992 mm Breite kompatibel mit vielen 60-Zellen-Montageschienen
Zell-Layout 72 Vollzellen (6 × 12) Herkömmliche Bauform; moderne Varianten oft als Halbzellen abweichend dimensioniert
Leistung (STC) ca. 350–450 W Abhängig von Zelltechnologie (mono, TOPCon, HJT etc.)
Wirkungsgrad ca. 18–23 % Spitzenmodule erreichen >22 %, teils darüber
Gewicht ca. 18–25 kg Richtwert: 11–14 kg/m² Modulfläche
Frontglas 3,2–4 mm, teils AR-beschichtet AR-Glas reduziert Reflexion, verbessert Einstrahlungsnutzung
Rückseite Folie (mono) oder Glas (bifazial) Glas-Glas meist robuster und langlebiger
Rahmen Alu, meist 35–40 mm Versteifungen erhöhen mechanische Reserven
Anschlussdose IP68, 3 Bypass-Dioden Schützt vor Feuchte, minimiert Hot-Spot-Risiken
Normen IEC 61215, IEC 61730 Nachweis für Leistung und Sicherheit
Wichtig sind auch die typischen Montagemaße: Für 1960 × 992 mm Module findest du häufig Langloch-Abstände von ca. 1300 mm entlang der langen Seite. Die Klemmbereiche orientieren sich je nach Hersteller an gängigen Zonen (z. B. einige Hundert Millimeter vom Rand). Im Zweifel gilt: Datenblattvorgaben sind verbindlich.  

Wirkungsgrad, Leistungsklassen und was das für dich bedeutet

Die Modulfläche beträgt etwa 1,960 m × 0,992 m = 1,945 m². Daraus kannst du den Modulwirkungsgrad unmittelbar ableiten. Die Formel lautet: η = P / (G × A), wobei P die Nennleistung, G die Einstrahlung unter STC (1000 W/m²) und A die Fläche ist.
Nennleistung (W) Berechneter Modulwirkungsgrad Einordnung
350 W ≈ 18,0 % Klassische polykristalline oder ältere mono-Varianten
400 W ≈ 20,6 % Gängige moderne mono-PERC/TOPCon-Module
430 W ≈ 22,1 % Höherwertige Zellen/optimierte Laminataufbauten
450 W ≈ 23,1 % Spitzenmodule dieser Geometrie
Bei Modulen dieser Größe liegt der realistische Alltagsertrag neben der Technologie entscheidend an der Temperatur. Der Temperaturkoeffizient für die Leistung (γPmax) liegt typischerweise zwischen −0,30 und −0,50 % pro °C. Je kleiner der Betrag, desto besser. Ein Modul mit −0,30 %/°C performt an heißen Tagen spürbar stabiler als eines mit −0,50 %/°C. Ein Beispiel illustriert den Effekt: Erwärmt sich ein 440-W-Modul von 25 °C (STC) auf 70 °C Zelltemperatur, beträgt die Differenz 45 °C. Bei −0,50 %/°C bedeutet das rund 22,5 % Leistungsverlust gegenüber STC, also ca. 99 W. Mit −0,30 %/°C wären es etwa 60 W Verlust – ein deutlicher Unterschied. Gerade auf dunklen Dächern oder bei schwachem Wind lohnt sich also ein guter Temperaturkoeffizient in barer Münze.

Bifazial oder monofazial: Was bringt’s im Alltag?

Bifaziale Ausführungen derselben Abmessung nutzen auch die Rückseite zur Stromerzeugung. Unter idealen Bedingungen kannst du je nach Albedo (Reflexion des Untergrunds) und Aufbau bis zu 30 % Mehrertrag schaffen. Das macht besonders auf hellen Flachdächern, dachparallelen Anlagen mit weißen Trapezblechen oder auf Freiflächen mit reflektierendem Untergrund Sinn.
  • Pluspunkte bifazial: Mehrertrag bei reflektierenden Flächen, gleichmäßigere Tageskurve, Vorteile bei diffuser Einstrahlung.
  • Zu beachten: Glas-Glas-Varianten sind schwerer, die Rückseitenfreiheit muss geplant werden, und beide Seiten können verschmutzen.
  • Monofazial bleibt sinnvoll, wenn Untergründe dunkel sind, die Montage sehr flach erfolgt oder Mehrkosten nicht amortisieren.
Wenn du dich für bifazial entscheidest, plane den Abstand zur Montagefläche und Untergrundfarbe bewusst ein, um das Mehrpotenzial tatsächlich zu heben.

Mechanik, Lasten und sichere Montage

Mechanische Reserven sind essenziell – sowohl für Schnee- als auch Windlasten. Übliche Spezifikationen bewegen sich in diesen Bereichen:
Lastfall Typische Werte (Richtbereich) Montagehinweis
Positive Last (Schnee) 2400–5400 Pa, teils bis 6000 Pa Ausreichend Schienenauflager und Klemmzonen beachten
Negative Last (Wind) 2400–3800 Pa Rand- und Eckbereiche besonders sichern
Klemmdruck Herstellerabhängig (z. B. < 20 MPa je Klemme) Klemmzonen und Drehmomente strikt einhalten
Montage mit Schrauben Teils geringere Lastfreigaben als bei Klemmen Nur wenn Datenblatt dies ausdrücklich zulässt
Gerade bei 1960 × 992 mm Modulen solltest du die Klemmbereiche exakt einhalten. Häufig liegt die ideale Klemmzone einige hundert Millimeter vom kurzen Modulrand entfernt, um Verwindung zu minimieren. Vermeide Punktlasten, setze das Modul nie als Trittfläche ein und halte Abstand zwischen Anschlussdose und Unterkonstruktion. Für Dächer gilt: Montage ausschließlich über nicht brennbaren, geeigneten Eindeckungen, im Zweifel Freigabe des Dachherstellers einholen.
Praxis-Tipp: Prüfe im Datenblatt die zulässigen Klemmzonen für beide Achsen und passe die Schienenpositionen darauf an. Bei Schneelastzonen oder exponierten Lagen lohnt sich eine Überdimensionierung des Gestells.
pv modul 1960 x 992 mm

Elektrik und Verstringung: So planst du sauber

Die 72-Zellen-Klasse führt typischerweise zu etwas höheren Modulspannungen als 60-Zeller. Achte daher bei der Strangauslegung auf die maximale DC-Systemspannung deines Wechselrichters (1000 V oder 1500 V). Die Leerlaufspannung (Voc) steigt im Winter bei Kälte; plane die Stränge so, dass du auch bei −10 bis −15 °C sicher innerhalb der Grenzwerte bleibst. Im Sommer zählt dagegen der MPP-Spannungsbereich deines Wechselrichters, damit der Maximum Power Point sauber getroffen wird.
  • Anzahl Module pro Strang: Häufig im Bereich von etwa 12–24, abhängig von Voc/Imp der Module, Temperatur und WR-Grenzwerten.
  • Stringlängen prüfen: Winter-Voc und Sommer-Vmp mit Herstellerangaben verifizieren, Reserve einplanen.
  • Verschattung: 3 Bypass-Dioden begrenzen Verluste, ersetzen aber kein Verschattungskonzept. Gleichmäßige Einstrahlung innerhalb eines Strings bleibt Pflicht.
  • Kabel & Stecker: IP68-Anschlussdose, UV-beständige DC-Kabel, Stecker kompatibel und korrekt verriegelt.
Mehrere gleichlange Strings auf denselben MPP-Tracker zu legen, vereinfacht die Regelung. Bei gemischten Ausrichtungen (z. B. Ost/West) helfen mehrere Tracker oder Optimierer – je nach Projektgröße und Budget.

Wirtschaftlichkeit und Preise: Stand 2025

Die Marktentwicklung der letzten Jahre spielt dir in die Karten. Modulkosten pro Watt-Peak sind stark gefallen, und die Gesamtkosten von PV-Anlagen sind mitgezogen. Stand 2025 liegen die Modulpreise teils im Bereich um 0,11 €/Wp (Hersteller/Qualitäts- und Abnahmeabhängig), während schlüsselfertige Anlagenpreise im Mittel auf rund 1.050 €/kWp gefallen sind. Module machen grob ein Viertel der Systemkosten aus; der Rest verteilt sich auf Unterkonstruktion, Wechselrichter, Verkabelung, Sicherungen, Montage, Planung und ggf. Speicher. Für dich heißt das: Eine 5-kWp-Anlage lässt sich im Regelfall wirtschaftlich solide umsetzen. Je nach Lastprofil, Eigenverbrauchsanteil und Standort (Globalstrahlung) liegen Amortisationszeiten oft im Bereich von etwa 8–12 Jahren – mit steigender Tendenz zum Eigenverbrauch, wenn variable Strompreise und Lastmanagement mitspielen.

Wo dieses Format besonders glänzt

Die 1960 × 992 mm Klasse ist ein pragmatischer Allrounder. Sie bietet ein gutes Verhältnis aus Leistung, Handling und Kompatibilität – ideal, wenn Flächen effizient bestückt werden sollen.
  • Gewerbe- und Industriedächer: Reduziert Montageschritte, liefert pro Modul mehr Leistung, nutzt Standard-Schienen.
  • Freiflächenanlagen: Flexible Montage (hoch/quer), robustes Handling, günstiger LCOE durch hohe Verfügbarkeit.
  • Privatdach (größer/mittelgroß): Sinnvoll bei ausreichender Dachfläche; weniger Module, weniger Steck- und Kontaktstellen.

Auswahlkriterien: Woran du Qualität erkennst

Setze auf nachvollziehbare Standards und belastbare Datenblätter. Seriöse Hersteller stellen umfassende Prüf- und Qualitätssicherungen in den Vordergrund.
  • Zertifizierung: IEC 61215 (Leistung/Zuverlässigkeit) und IEC 61730 (Sicherheit) sind Pflicht. Zusatztests (z. B. Salznebelspray, Ammoniak, PID-Resistenz) sind Pluspunkte.
  • Leistungstoleranz: Positive Toleranz (z. B. 0/+5 W) ist Standard guter Ware.
  • Garantie: 25 Jahre lineare Leistungsgarantie sind verbreitet; Premium (z. B. 30 Jahre) bei Glas-Glas/HJT/TOPCon zunehmend üblich.
  • Temperaturkoeffizient: Je kleiner der Betrag, desto besser. −0,30 %/°C schlägt −0,45 %/°C im Sommer deutlich.
  • Rahmen/Glas: Robuster Rahmen (35–40 mm), AR-Glas, saubere Eckverbinder, gute Abdichtung.
  • Anschlussbox & Dioden: IP68, Marken-Dioden, sauber vergossen. Steckerqualität nicht unterschätzen.

Planungsbeispiel: 5 kWp mit 1960 × 992 mm Modulen

Angenommen, du setzt auf Module mit 415 W Nennleistung. Dann brauchst du für etwa 4,98 kWp 12 Module. Die belegte Fläche liegt bei ungefähr 12 × 1,945 m² = 23,34 m² plus Schienenabstände und Randzonen. Für ein typisches Satteldach sind 2 Reihen à 6 Module im Hochformat eine naheliegende Option – abhängig von Sparrenlage, Einbausystem und Dachfenstern.
Komponente Menge Bemerkung
PV-Module (415 W) 12 Gesamt 4,98 kWp
Wechselrichter 1 Mindestens 2 MPP-Tracker sinnvoll
Montagesystem 1 Set Schienensystem, Modulklemmen, Dachhaken/Adapter
DC/AC-Installation Kabel, Stecker, Sicherungen, Überspannungsschutz
Für die Verstringung bieten sich z. B. 2 Strings à 6 Module an, sofern der WR-Spannungsbereich passt. Prüfe immer Voc/Vmp vs. WR-Grenzen im Winter/Sommer. Für Ertragsprognosen kannst du mit 900–1100 kWh/kWp·a in Deutschland grob kalkulieren (Standort- und Neigungsabhängig). Bei 5 kWp wären das ca. 4500–5500 kWh pro Jahr. Mit einem Eigenverbrauchsanteil von 25–40 % und einem angemessenen Einspeisetarif ergibt sich eine solide Wirtschaftlichkeit – Speicher kann den Eigenverbrauch weiter erhöhen, muss aber separat gerechnet werden.

Fehler vermeiden: Was dir langfristig Ärger erspart

  • Datenblatt ignoriert: Klemmzonen, zulässige Lasten, Drehmomente – das ist kein Beiwerk, sondern Pflichtlektüre.
  • Zu knapper Abstand: Anschlussdose darf die Unterkonstruktion nicht berühren. Luftzirkulation verbessert Kühlung.
  • Verschattung unterschätzt: Schon kleine Teilverschattungen kosten Ertrag. Achte auf Kamine, Masten, Gauben – besonders im Winter.
  • String-Mix: Unterschiedliche Ausrichtungen/Winkel im selben String vermeiden, außer du nutzt Optimierer.
  • Schwachstelle Stecker: Nur kompatible Steckerpaare verbinden, korrekt einrasten, Zugentlastung beachten.
  • Reinigung vergessen: Staub/Pollen/Vogelkot regelmäßig prüfen. Bifazial: beide Seiten berücksichtigen.

Technologie-Update: TOPCon, HJT & Co.

Die Fertigung hat sich von klassischen mono-PERC zu fortgeschrittenen Zelltechnologien weiterentwickelt. TOPCon (Tunnel Oxide Passivated Contact) und HJT (Heterojunction) liefern höhere Wirkungsgrade, bessere Temperaturkoeffizienten und häufig längere Garantien. Bei gleicher Modulgröße bedeutet das: mehr Wp pro Modul und geringere spezifische Anlagenkosten (€/Wp). Wenn dein Budget es zulässt, lohnt die Prüfung eines TOPCon/HJT-Moduls – nicht nur für heiße Sommer, sondern auch aus Sicht der Degradation über 25–30 Jahre.

Einordnung gegen andere Formate

Warum nicht gleich ein größeres Modul? Neuere Halbzellen- und Großformatwafer haben andere Standardgrößen eingeführt, die teils höhere Leistungen pro Modul ermöglichen. Diese sind jedoch meist breiter und länger und erfordern eine genaue Prüfung der Kompatibilität mit vorhandenen Dächern, Schienenabständen und Windsog-Bereichen. Das Format 1960 × 992 mm punktet mit breiter Verfügbarkeit, bewährten Montageschemata und gut kalkulierbaren Lastfreigaben – ideal, wenn Planbarkeit und reibungslose Montage im Vordergrund stehen.

Fazit

Ein pv modul 1960 x 992 mm steht für den pragmatischen Mittelweg: genug Leistung pro Paneel, robuste Mechanik, sehr gute Kompatibilität mit Standardgestellen und eine ausgereifte Lieferkette. Typische Leistungsbereiche von 350–450 W, Wirkungsgrade bis über 22 % (teils darüber), solide Temperaturkoeffizienten und eine breite Auswahl an mono- und bifazialen Ausführungen machen diese Größe zur sicheren Bank für Gewerbe, Freifläche und größere Privatanlagen. Wer Lasten, Klemmzonen und Elektrik sauber plant, bekommt mit dieser Modulklasse eine dauerhaft verlässliche Basis für niedrige Stromgestehungskosten – ohne sich im Spezialformat-Dschungel zu verlieren.

FAQ

Warum 1960 × 992 mm und nicht ein größeres Modul?

Die Größe verbindet hohe Verfügbarkeit, gute Handhabung und standardisierte Montage mit solider Leistung. Größere Formate bringen zwar mehr Wp, sind aber oft breiter/länger und erfordern spezielle Statik- und Montageprüfungen. 1960 × 992 mm bleibt universell und risikoarm in der Planung.

Wie viele 1960 × 992 mm Module brauche ich für 5 kWp?

Das hängt von der Nennleistung pro Modul ab. Bei 415 W brauchst du 12 Module (≈ 4,98 kWp), bei 400 W entsprechend 13 Stück (5,2 kWp) oder du abrundest auf 12 (4,8 kWp). Praktisch zählen verfügbare Dachfläche, Ausrichtung und WR-Auslegung.

Welche Leistung ist für diese Größe realistisch?

Je nach Technologie ca. 350–450 W. Klassische poly/ältere mono-Varianten liegen eher unten, aktuelle mono/TOPCon/HJT-Modelle kommen auf 400–450 W. Der exakte Wert steht im Datenblatt.

Was bringt TOPCon/HJT gegenüber klassischen Modulen?

Höhere Wirkungsgrade, geringere Temperaturverluste, oft längere Leistungsgarantien. In der Praxis bedeutet das: mehr Ertrag auf gleicher Fläche und langfristig stabilere Performance – vor allem in warmen Umgebungen.

Ist bifazial auf dem Dach sinnvoll?

Ja, wenn der Untergrund hell ist oder du reflektierende Flächen (z. B. helle Folien) einplanst. Auf dunklen Dächern ist der Mehrertrag geringer. Bifazial erfordert zudem mehr Augenmerk auf Rückseitenfreiheit und Sauberkeit.

Wie schwer ist ein 1960 × 992 mm Modul?

Typisch 18–25 kg. Bei Glas-Glas (bifazial) eher am oberen Ende. Plane das mit deinem Montagesystem und den Dachlasten ein. Als Faustregel gelten etwa 11–14 kg/m² Modulfläche.

Welche Lasten müssen eingehalten werden?

Häufig sind 2400–5400 Pa Schneelast und 2400–3800 Pa Windsog freigegeben, abhängig von Klemmung und Montage. Die genauen zulässigen Lasten und Klemmzonen gibt das Modul-Datenblatt vor – diese Werte sind bindend.

Wie wichtig ist der Temperaturkoeffizient?

Sehr wichtig. Ein Unterschied von −0,50 auf −0,30 %/°C spart an heißen Tagen schnell zweistellige Wattzahlen pro Modul. In Summe über den Sommer macht das spürbar mehr Ertrag.

Welche Normen sollte ich sehen?

IEC 61215 (Leistung/Zuverlässigkeit) und IEC 61730 (Sicherheit) sind Pflicht. Zusätzliche Tests (z. B. Salznebelspray, Ammoniak, PID) erhöhen die Belastbarkeit in speziellen Umgebungen (Küstenregionen, Landwirtschaft).

Wie plane ich Strings bei 72-Zellern?

Beachte die maximale DC-Spannung deines Wechselrichters (1000/1500 V) und rechne die Leerlaufspannung bei tiefen Temperaturen. Häufig sind 12–24 Module pro Strang typisch, aber die exakte Auslegung hängt vom konkreten Modul und Standort ab.

Was kostet ein Modul dieser Größe?

Die Preise schwanken nach Hersteller, Technologie und Markt. Stand 2025 sind sehr günstige Modulpreise möglich, mit deutlichem Einfluss auf die Gesamtkosten der Anlage. Beachte: Qualität, Garantie und Lieferkette sind genauso relevant wie der reine €/Wp-Wert.

Ist die 1960 × 992 mm Größe zukunftssicher?

Ja, denn sie ist weltweit verbreitet, gut unterstützt und mit gängigen Systemen kompatibel. Auch wenn neue Zellformate und Halbzellen-Layouts auf dem Markt sind, bleibt diese Klasse in vielen Projekten ein attraktiver Standard mit fairen Kosten und solider Technik.