Siemens behauptet seit Jahrzehnten seine Spitzenposition in der Industrieautomatisierung. Die Flaggschiff-Umgebung – das TIA Portal (Totally Integrated Automation) – hat die Art und Weise, wie moderne Steuerungssysteme konzipiert werden, grundlegend neu definiert. Es ist weit mehr als nur ein Code-Editor; es ist eine komplexe Kommandozentrale, die SPS-Steuerungen, HMI-Panels, Antriebssysteme und Sicherheitsmodule zu einem konsistenten Gesamtsystem integriert.
Die Investition in Siemens-Hardware ist jedoch nur der erste Schritt. Der tatsächliche Return on Investment (ROI) und die Prozesszuverlässigkeit resultieren aus einer Siemens SPS-Programmierung, die über Standardschemata hinausgeht. Experten betonen, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer fortschrittlichen Konfiguration liegt, die sich in einen echten technologischen und finanziellen Vorsprung übersetzt. Hier sind die Kernbereiche dieser Optimierung:
Das System identifiziert selbstständig Modulfehler, Drahtbrüche oder Kommunikationsfehler auf dem Bus. Die Aufgabe des Experten besteht darin, die HMI/SCADA-Visualisierung so aufzubereiten, dass diese Daten für das Wartungspersonal verständlich präsentiert werden. Das Ergebnis? Die Fehlerbehebung dauert Minuten statt Stunden, die man sonst mit dem Laptop bei der Ursachensuche verbringen würde.
1. Safety Integrated: Sicherheit direkt im Code
Bei herkömmlichen Ansätzen basierten Sicherheitsfunktionen (wie Not-Aus-Schalter oder Lichtgitter) auf externen Sicherheitsrelais und einer aufwendigen Verdrahtung. Durch die Nutzung der Siemens-Steuerungen der "F"-Serie (Failsafe) verlager man die Sicherheitslogik direkt in die Softwareumgebung. Was bedeutet das in der Praxis?- Kostensenkung: Weniger Komponenten im Schaltschrank und eine drastisch vereinfachte Verdrahtung.
- Präzise Diagnose: Der Bediener erhält auf dem HMI-Panel sofort die Information, welcher spezifische Sicherheitsschalter betätigt wurde, was die Ausfallzeiten drastisch verkürzt.
- Einfachere Zertifizierung: Die im Programm hinterlegte Logik lässt sich gemäß den Normen SIL3 oder PL e leichter verifizieren.
Digitale Zwillinge und PLCSIM Advanced: Die Revolution der Inbetriebnahme
Eines der leistungsstärksten Werkzeuge im Arsenal eines Programmierers ist PLCSIM Advanced. Es ermöglicht die Erstellung eines „digitalen Zwillings“ der Maschine, noch bevor die physische Hardware existiert. Der professionelle Ansatz sieht vor, den gesamten Prozess „trocken“ zu testen. Man simulieret nicht nur die SPS-Logik, sondern auch die Netzkommunikation und das physische Verhalten der Antriebe. Dadurch trifft der Ingenieur mit einem zu 90 % verifizierten Code am Einsatzort ein. Statistiken belegen, dass der Einsatz fortschrittlicher Simulationen die Inbetriebnahmezeit beim Endkunden um 30–50 % verkürzt, was bei engen Investitionsplänen entscheidend ist.Systemdiagnose
Ein häufiger Fehler ist das Erstellen eigener, komplexer Bausteine für das Fehlermanagement, was den Prozessor der Steuerung unnötig belastet. Das TIA Portal bietet eine leistungsstarke Systemdiagnose, die bei korrekter Konfiguration vollautomatisch arbeitet.
Das System identifiziert selbstständig Modulfehler, Drahtbrüche oder Kommunikationsfehler auf dem Bus. Die Aufgabe des Experten besteht darin, die HMI/SCADA-Visualisierung so aufzubereiten, dass diese Daten für das Wartungspersonal verständlich präsentiert werden. Das Ergebnis? Die Fehlerbehebung dauert Minuten statt Stunden, die man sonst mit dem Laptop bei der Ursachensuche verbringen würde.
